Ausbildung

Auch im Punkto Ausbildung kommt es darauf an, welchen Aufenthaltstitel der Bewerber hat. Flüchtlinge mit einer Aufenthaltserlaubnis dürfen ohne Beschränkung eine betriebliche oder schulische Berufsausbildung beginnen. Bis vor kurzer Zeit hing die Planungssicherheit mit der Gültigkeit der jeweiligen Aufenthaltsgenehmigung zusammen. Durch das Asylpaket 2 ist diese Planungssicherheit vergrößert worden, heißt: Migranten sollen unabhängig vom Status ihre Ausbildung beenden können und noch zwei Jahre in Deutschland arbeiten dürfen. Auch das maximale Einstiegsalter von 25 Jahren gibt es nicht mehr.

Geduldete Personen und Asylbewerber brauchen die Erlaubnis der Bundesagentur für Arbeit, um eine Ausbildung beginnen zu können. Handelt es sich um eine staatlich anerkannte oder vergleichbar geregelte Ausbildung, muss keine Zustimmung durch die BfA erfolgen. Für Personen mit Duldung kann die Ausbildung sofort beginnen, Asylbewerber hingegen müssen drei Monate warten.