Praktika

Seit einer gesetzlichen Änderung im letztem Sommer brauchen Flüchtlinge keine Genehmigung der Bundesagentur für Arbeit, um ein Praktikum zu beginnen.
Man unterscheidet verschiedene Formen von Praktika:
Pflichtpraktika: Sie werden aufgrund einer schulrechtlichen Bestimmung oder einer hochschulrechtlichen Bestimmung durchgeführt oder sollen helfen, einen beruflichen Abschluss aus dem Heimatland anzuerkennen.

Praktika zur Berufsorientierung: Wenn noch keine berufliche Ausbildung vorliegt bzw. eine Umorientierung stattfinden soll, oder wenn eine bisherige Ausbildung bisher nicht anerkannt wurde und im Anschluss an das Praktikum eine neue Ausbildung begonnen werden soll.

Flüchtlinge mit Aufenthaltserlaubnis dürfen generell ohne Einschränkung ein Praktikum aufnehmen. Geduldete und Asylbewerber dürfen mit Zustimmung der Ausländerbehörde ein Praktikum zur Berufsorientierung aufnehmen.
Zusätzlich zu den oben beschriebenen Praktika-Arten gibt es noch ein Programm mit dem Namen Perspektiven für Flüchtlinge (PerfF). Das Ziel des durch die Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter finanzierten Programms ist es, Flüchtlinge auf eine versicherungspflichtige Beschäftigung vorzubereiten. Es bedeutet, dass die Teilnehmer Informationen über den Arbeitsmarkt bekommen und in ihren Bewerbungsaktivitäten unterstützt werden. Auch ein mehrwöchiges Praktikum beinhaltet das 12-Wochen-Programm.

Wann, welche Bestimmungen greifen, können Sie hier im Leitfaden der Deutschen IHK nachlesen.

Möchte eine Firma ein Praktikum anzubieten, ist dies relativ leicht möglich. Die Stadt Schneverdingen hat einen Praktikantenvertrag ausgearbeitet, der hier einsehbar ist: Praktikumsvertrag.pdf

Sie haben Fragen zu diesem Thema oder möchten eine Praktikumsstelle o.ä. anbieten?
Wenden Sie sich gerne an die Koordinierungsstelle Schneverdingen.