Rechte & Pflichten

Was ist bei der Bereitstellung von Wohnraum zu beachten:

Laut Initiative Pro Asyl ist es nicht sinnvoll, Flüchtlinge kostenlos aufzunehmen, um kein Abhängigkeitsverhältnis aufzubauen. Ein ganz normaler Mietvertrag zwischen Flüchtling und Vermieter, der nicht nur auf kurze Zeit angelegt sein sollte, ist gut, damit die neuen Mieter ein Gefühl der Selbständigkeit bekommen und selbst Verantwortung übernehmen. Der Mietzins kann direkt per Abtretungserklärung durch die Stadt gezahlt werden, um hier finanzielle Sicherheit zu geben. Apropos Sicherheit: Bei jedem Neubezug ist ein kurzer E-Check erforderlich. Im Punkto Versicherung und Kündigungsfrist sind keine Besonderheiten zu beachten.

Auch ein einzelnes Zimmer kann vermietet werden. Die Bedingungen bezüglich Platz und Mietzins sind hier im Prinzip gleich. Möchte der Vermieter seine Mieter zuerst persönlich kennenzulernen, sind z.B. Treffen im Café Hand in Hand möglich. Alle Flüchtlinge erhalten durch die Stadt Schneverdingen eine Willkommensmappe in ihrer jeweiligen Muttersprache. Darin sind alle Grundinformationen erhalten. Die deutsche Fassung finden Sie hier zum Download: Willkommensmappe.pdf

Im Interesse der Flüchtlinge, der Nachbarn und des Vermieters ist es gut, zumindest am Anfang etwas Hilfestellung zu geben. Auch wenn z.B. das Thema Mülltrennung in der Willkommensmappe erklärt wird, muss klar sein, dass diese und andere Themen für viele bisher komplett unbekannt waren. Eventuell kann hier ein Alltagsbegleiter oder die Koordinierungsstelle hilfreich zur Seite stehen.

Sie sind daran interessiert, ein unbegleitetes Kind oder einen unbegleiteten Jugendlichen bei sich aufzunehmen? Hier gelten spezielle Regeln, die beim Jugendamt des Landkreises Heidekreis zu erfragen sind. Mehr Informationen finden Sie beim Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Kinder unter:
www.b-umf.de